Einfach mal den Frust rausschreien

Einfach mal den Frust rausschreien

Mit einem Schrei kannst du deinem Ärger Luft machen

Nach der Kampagne "Let it out" von Inspired by Iceland kannst du den Stress der letzten Monate jetzt einfach auch mit einem Schrei übers Telefon rauslassen.

Schrei's raus!

Telefonterror ins Nirgendwo


Bist du der Typ Mensch, der manchmal seinen*ihren Frust einfach über einen lauten Schrei von sich lassen muss? Dann solltest du dir diese Nummer dringend in dein Telefon einspeichern:

+1 561 567 8431


Stress auf Arbeit? Streit mit Freund*innen oder Familie? Allgemeine Corona-Frustration? Einfach Nummer wählen, kurz den Piep-Ton abwarten, ins Telefon schreien, auflegen. Irgendwie hat das schon etwas sehr Befreiendes. 

Und selbst wenn dir wuterfülltes Rumbrüllen jetzt nicht so viel hilft - die Schreie aus aller Welt werden bis zum 21. Januar 2021 auf der Website von Just Scream gesammelt und du kannst sie dir jederzeit anhören. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so... Sich nur fünf Minuten das Geschreie von anderen Leuten anzuhören, ist in jedem Fall ziemlich witzig.


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Schreien in Island - von der heimischen Couch aus


Seit diesem Sommer können Menschen auf der ganzen Welt auf lookslikeyouneediceland.com ihre Schreie aufnehmen, die dann in die weiten Landschaften Islands übertragen werden.

An sieben abgelegenen Orten stehen schon Lautsprecher bereit, um die Schreie abzuspielen. Von der Spitze des Festarfjall auf der Halbinsel Reykjanes, der ruhigen Küste von Djúpivogur in Ost-Island bis hin zum tosenden Wasserfall Skógarfoss im Süden kann ein Standort ausgewählt werden. Und das Beste: Die Übertragung des eigenen Geschreis kann man sich in einem Livestream anschauen und vor allem anhören.

Ein Moment, um Frust abzubauen

Teilnehmer*innen einer von Inspired by Iceland in Auftrag gegebenen Studie gaben an, nach Aufhebung der Beschränkungen am liebsten ruhige und schöne Naturlandschaften erkunden zu wollen – und was bietet sich da besser an als Island? Immerhin ist dort Europas größte Wildnis. Und um auf die weitläufige und ruhige Landschaft aufmerksam zu machen, wurde die Kampagne in's Leben gerufen. Und natürlich, damit wir Frust abbauen können.

Auf ihrer Instagram-Seite versprechen die Initiator*innen "You'll feel better, we promise" und den Kommentaren zu Folge sind die Leute im Internet begeistert.


Thordis Kolbrun Reykfjörd Gylfadottir, Islands Ministerin für Tourismus, Industrie und Innovation, ist ein Fan der Kampagne: 

"Ganz gleich, ob Menschen das Land virtuell besuchen, um in die weiten Landschaften zu schreien, oder ob sie uns persönlich besuchen, ich freue mich sehr darauf, die Welt willkommen zu heißen, Island auf diese Weise zu erleben." - Thordis Kolbrun Reykfjörd Gylfadottir

Sie sagt außerdem, dass wir nach den letzten Wochen vermutlich alle eine Befreiung brauchen und Island alles bieten kann, um sich wieder erfrischt und belebt zu fühlen.

Warum wir so gefrustet sind

Basierend auf dieser Studie war der Hauptgrund für unseren angestauten Frust das Vermissen von Freund*innen und Familie. Dazu kamen dann Langeweile, Stress, eine schlechtere Verfassung der psychischen Gesundheit und natürlich der Verzicht auf Reisen, das Lieblingsrestaurant, Kinos und vor allem Konzerte. Da können sich schon mal eine Menge negativer Gefühle ansammeln.

Wieso hilft Schreien?

Die Psychotherapeutin und Spezialistin für psychische Gesundheit Zoe Aston sagt, dass wir nach den letzten Wochen alle einen Weg finden müssen, um uns von den negativen Gefühlen der letzten Wochen zu befreien - Nur so können wir in der neuen Normalität weiter machen. Eine gute Möglichkeit kann da tatsächlich Schreien sein:

"Wird ein Schrei als Mittel zur Befreiung aufgestauter Emotionen verwendet, kann man sich wieder mit sich selbst verbinden, seine eigene Stimme hören und die Kraft, die in einem steckt, zurückgewinnen." - Zoe Aston

Schreien ist ein Weg, sich seiner Gefühle bewusst zu werden und einen Schritt in Richtung Selbstfreundlichkeit zu tun, sagt die Psychotherapeutin.


Also alle einmal tief durchatmen, laut schreien und den Frust in die Weiten Islands loslassen. Schaden kann es nicht, und vielleicht fühlen wir uns hinterher ja tatsächlich viel befreiter. 

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