Urban Gardening in den egoFM Städten

Urban Gardening in den egoFM Städten

Wo du in deiner Stadt deinen eigenen Garten herbekommst

Urban Gardening vereint Großstadtfieber und Landidylle, ohne sich zu sehr nach Kompromiss anzufühlen.

Urban Gardening - was ist das jetzt genau?

Grün im Grau, ganz platt gesagt. Da ist für jeden was dabei: Egal ob du einfach nur Bock auf Kartoffeln hast, oder mit einem Grashalm im Mundwinkel nach mehrstündigem Spargelstechen auf einem Heuballen liegst und von der Generhaltung und der regionalen Vermarktung örtlicher Kulturpflanzen träumst. Oder auch einfach das Beste, was einer rostigen Blechdose, einem alten Turnschuh, oder einer ausrangierten Badewanne passieren kann.
UG collageBildquellen collage: flickr | _shoe_2 von Martin Lopatka | cc by 2.0 / bathtub von Matthew Buchanan | cc by 2.0

Starten wir an die Erdoberfläche, wo der älteste Teil der Pflanze liegt. Der gefragte Quadratzentimeter befindet sich irgendwo in New York und dort landet in den 1970er Jahren in einem Akt von Bepflanzungsterrorismus die erste Seed Bomb, in der sich nicht nur ein echtes Samenkorn, sondern auch die Saat der Revolution gegen ein von der Industrie verunstaltetes Stadtbild und des aufkeimenden Wunsches nach Chlorophyll und Vitaminen versteckt. Der Regen fällt auf die amerikanische Großstadt, die Seed Bomb löst sich auf, und so blühen an ungeahnten Orten plötzlich zarte Pflänzchen als erste Vertreter des Guerilla Gardenings. Der Grundstein ist gelegt (beziehungsweise, das Beet geharkt) für eine Idee, deren Ableger heute als Urban Gardening in unzähligen Großstädten der Welt bekannt sind.

Der grüne Gründungsgedanke treibt Wurzeln in den Köpfen der Menschen. Und er fällt auf fruchtbaren Boden, denn die Sehnsucht nach frischem Gemüse ist in jeder Phase der Geschichte akut: in Kriegszeiten bepflanzen die Menschen ungenutzte Vorgärten, in von der Industrie ausgesaugten und dann vergessenen Großstädten der USA werden brach liegende Flächen zu Streuobstwiesen. Das ist das Schöne am Urban Gardening: Ein bisschen Trotz steckt irgendwie immer mit drin. Die Flächen sind kleiner und die Luft schlechter als auf dem Land. Aber das Zeug schmeckt super. Schon allein deshalb, weil es an einem Ort gewachsen ist, wo es das eigentlich gar nicht kann. Ha!

Botanik collageBildquellen Collage: flickr | Swallowtail Garden Seeds | cc by 2.0

Heute ist der Trend zum Eigenanbau und zum Biogemüse aus verschiedenen Gründen wieder stark spürbar. Auch in den egoStädten ist die Wohnung im 18. Stock kein Grund mehr, nicht im Dreck zu wühlen.

Gemeinschaftsgrün in den egoFM Städten

Urban Gardening in München

28 Stadtgartenprojekte gibt es allein in München - einige davon befinden sich allerdings noch in der Planung. Die (G)Artenvielfalt der Landeshauptstadt ist beeindruckend: Frauengärten, Kulturgärten, Generationengärten. Einer der Treffpunkte für Pflanzen, Insekten und Gemüsehungrige ist zum Beispiel der Stadtgarten O’pflanzt is.

Urban Gardening in Augsburg

In Augsburg warten außer Bienen auch noch etwas größeres Fell- und Federvieh. Buddeln und knuddeln kann man auf der Cityfarm.

Urban Gardening in Nürnberg

Der Stadtgarten Nürnberg ist der größte unter vielen seiner Spezies in der egoStadt Nürnberg.

Urban Gardening in Stuttgart

Auf der Ebene Null in Stuttgart (ja, es ist das Dach eines Parkhauses) kannst du beim Radieschengießen die Aussicht genießen.

Urban Gardening in Regensburg

Die Gruppe Transition betreibt in Regensburg drei Stadtgärten mit Umweltschutz als oberstes Anliegen (da haben wir sie wieder, die Revolution!).

Urban Gardening in Würzburg

In Würzburg ackern die Stadtgärtner dafür, die Stadt grüner und essbarer zu machen.

Bei der Recherche wird jedenfalls schnell klar: Es gibt zu jeder Schaufel den passenden Acker. Du willst den Weg zu deinen Tomaten so kurz wie möglich halten? Oder du suchst einen ganz speziellen Themengarten? Hier findest du auf jeden Fall die richtige Grünfläche. Also: runter vom Schreibtisch und rein in die Gummistiefel! Es gibt immer was zu tun. Ob du beim Bohnen brechen gemeinsam mit anderen Besitzer*innen eines (grau-) grünen Daumens sensationelle Revolutionsgedanken kultivieren möchtest, dem Digital-Native-Nachwuchs den Unterschied zwischen Spinat und Mangold beibringen oder einfach nur mal den Spaten schwingen willst… Gelegenheiten warten an jeder Hecke.

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