Die Musikmeldungen der Woche

Die Musikmeldungen der Woche

Mit The National, Billie Eilish, Nick Murphy, Juse Ju, Mac DeMarco uvm.

Es ist gerade mal Mitte der Woche, aber unsere ego Künstler*innen haben schon fleißig neue Songs veröffentlicht.

Der orkanartige Wind hat nicht nur uns, sondern scheinbar auch unsere egoKünstler ein bisschen durchgewirbelt. Auf jeden Fall gibt's schon jetzt ganz viel neue Musik - weit vor dem Release Day am Freitag. Au, Junge!

Neue Songs


The National schlagen gleich dreifach zu

Ganz besonders fleißig waren The National: Das letzte Album Sleep Well Beast ist erst zwei Jahre alt, da legen die Indie-Rocker schon wieder nach. Am Dienstag die frohe Kunde: das mittlerweile achte Album ist nicht nur in Planung, sondern schon fertig! I AM EASY TO FIND wird insgesamt 14 Songs enthalten, fast 70 Minuten lang sein und am 17. Mai erscheinen. Der Opener des Albums, "You Had Your Soul With You" ist als erste Single seit eben draußen.

Auf I AM EASY TO FIND wird nicht nur Matt Berningers Stimme zu hören sein, denn er hat sich ein paar Gäste ins Studio geholt. Sharon Van Etten, Lisa Hannigan, Mina Tindle und David Bowies ehemaliges Bandmitglied Gail Ann Dorsey sind mit dabei. Mit dem neuen Album geht's dann natürlich auch auf große Tour, in Deutschland werden The National insgesamt acht Konzerte spielen - auch in den egoStäden München und Stuttgart schauen sie Anfang Dezember vorbei.

Neues Album, Tourdaten und es gibt gleich noch eine dritte Neuigkeit: Es wird auch einen Film von The National geben!


Der Kurzfilm, der eine knappe halbe Stunde lang sein soll, wird gleichzeitig mit dem Album veröffentlicht. Regisseur des Schwarzweiß-Films ist Mike Mills, der auch schon für den Oscar-nominierten Film Jahrhundertfrauen und Beginners verantwortlich war. Hier hast du einen ersten Eindruck mit dem Trailer:



Billie Eilish fühlt(e) sich zurückgewiesen

Die Kalifornierin ist gerade erst 18 Jahre alt und hat bisher lediglich zwei EPs veröffentlicht, trotzdem herrscht wohl um gerade mehr Hype als um sie. Ihr Sound ist catchy und hat großen Wiedererkennungswert. Ende März erscheint ihr erstes Album, vermutlich eine der meist erwarteten Platten des Jahres. Nach der ersten Single "bury a friend" gibt sie uns mit "wish you were gay" einen zweiten Einblick, wie das Debütalbum klingen wird. Das Lied, das von unerwiderter Liebe handelt, basiert auf dem ersten Liebeskummer von Billie Eilish:
"At least if they were gay, I'd have a valid reason for their rejection and lack of interest in being with me. I wrote the song when I was 14 and madly in love with a boy. It's supposed to be a fun and playful way at dealing with rejection." - Billie Eilish
Ihr Debütalbum When We All Fall Asleep, Where Do We Go? erscheint am 29. März.

Fliegende Stühle bei Nick Murphy

So ganz verstehen wir das neue Musikvideo von Nick Murphy - formerly known as Chet Faker - zu seinem Song "Sanity" nicht. Das surreale Video, das in einer wüstenartigen Umgebung spielt, zeigt ihn selbst mal wandernd, mal unter einem Ventilator liegend. Als mehr und mehr Plastikstühle durch die Luft fliegen, ist Nick Murphy mindestens so verwirrt wie wir. 

Vielleicht ist ja alles auch nur ein Traum? Am Ende ist jedenfalls alles gut: die fliegenden Stühle sind verschwunden, nur einen hat er fest in der Hand. So skurril das Ganze klingt, eines wissen wir sicher: Sein neues Album ist kein Traum mehr, sondern schon bald Wirklichkeit. Fast Sleep Naked wird am 26. April erscheinen.

Juse Ju trifft Herbert Grönemeyer?

Er ist nicht nur Journalist und Autor, sondern auch Rapper und bei Letzterem hat Juse Ju gerade enormen Output. Nach seinem Album Shibuya Crossing, das vor knapp einem Jahr erschienen ist, steht das nächste Album bereits in den Startlöchern. Mit "S.D.W.A" und "Becoming Juse Ju" sind bereits zwei Songs vorab veröffentlicht, die sich insgesamt wie klassische Juse Ju Tracks anhören.

Mit seiner dritten Single "Männer", die der Künstler jetzt rausgehauen hat, zeigt er sich aber von einer ganz anderen musikalischen Seite. Zu den Klängen eines melancholisch-dramatischen Pianos singt Juse Ju über das männliche Geschlecht und dessen Stellung in der Gesellschaft. Sozusagen ein Spin Off von Herbert Grönemeyers "Männer" für das Jahr 2019. Sein neues Album Untertreib nicht deine Rolle wird am 08. März erscheinen.

2019: "Year of Digitalism"

Auch wenn so manchem beim Lesen des Wortes "Digitalism" vielleicht zunächst der schöne Begriff Glasfaserausbau einfällt, meinen wir mit Digitalism natürlich die beiden Musiker aus Hamburg, die ihr Electro-House Projekt so nennen. Nach drei Jahren Pause haben sie vor einigen Monaten den Song "Night Time" von Superorganism als 90-Version geremixed.

Und jetzt gibt's auch endlich neue Songs von ihnen selbst: "Infinity" und "Data Garden" klingen gewohnt elektronisch und vermögen es, dich von deinem Schreibtisch gedanklich direkt in den Club zu spülen. Beide Songs sind auf der Mini-EP Chapter 1 erschienen und machen uns neugierig auf das, was da im Hinblick auf ein neues Album noch so kommen mag. Im Frühling sind Digitalism auf Europatour. 



Arcade Fire sind auf den Elefanten gekommen

Die letzten musikalischen Aufnahmen der kanadischen Rocker erschienen 2017, jetzt melden sich Arcade Fire zurück: Sie haben einen Song zu dem Disney Remake von Dumbo geliefert. "Baby Mine" im ursprünglichen Film wurde von Frank Churchill und Ned Washington geschrieben und 1941 von Betty Noyes eingesungen. Wie das Lied für den Film, der am 28. März in die deutschen Kinos kommen soll, in der Version von Arcade Fire klingt? Hm. Den ganzen Song gibt's noch nicht, ein erstes Snippet aber im Trailer zu hören:



Cowboy Mac DeMarco 

Der kanadische Singer-Songwriter und Produzent geht ab April auf große Welttournee und wird auch auf bekannten Festivals wie dem Coachella oder dem Iceland Airwaves auftreten. Im November kommt er für zwei Konzerte nach Deutschland. Große Tourpläne also, für die Mac pünktlich wie die Feuerwehr - oder, äh, wie ein Cowboy? - am 10. Mai sein bereits viertes Studioalbum rausbringen wird. Das Musikvideo zu "Nobody", der ersten Single aus der Platte Here Comes The Cowboy, macht optisch zwar ein bisschen Angst - rein auditiv ist es aber ein großer Genuss.

Granada trägt Prada

Früher, wenn der/die Sportlehrer*in nicht geschaut hat, sind wir ja alle auf dem Mattenwagen gefahren. Die fünf Jungs aus Graz machen fast das gleiche: Während ihrer Tour haben sie mit Rollkoffern, in denen eigentlich die Veranstaltungstechnik verstaut ist, ein kleines Wettrennen gemacht. Das Ergebnis? Granadas neues Musikvideo zu "Prada". Der Song stammt vom Album Ge bitte, das 2018 erschienen ist. Die Tour dazu wiederum war so erfolgreich, dass Granada einfach nochmal ein paar Dates dranhängen. Mitte April legen sie einen Stopp in Regensburg ein und auf dem Münchner Tollwood werden sie auch spielen. Die Musik der Österreicher können wir absolut empfehlen - nicht umsonst waren sie bei uns auch der Lieblingstonträger der Woche.



Die News in einer Playlist

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