Ab sofort sind wir klimaneutral!

Ab sofort sind wir klimaneutral!

ego goes eco: Unsere Gemeinwohl-Bilanz

Wir haben die Krisenzeit genutzt, unsere eigenen Werte zu definieren und uns das Ziel gesetzt, als Unternehmen nachhaltiger, sozialer und ökologischer zu werden.

Ein privater Ökolebensstil reicht nicht

Wir als Konsument*innen achten bei unserer Nahrung darauf, dass das Zeug nicht zu weit transportiert wird, verzichten auf die Plastiktüte fürs Obst im Supermarkt, legen großen Wert auf Fair Trade und ordentliche Arbeitsbedingungen und schauen, dass wir mit angemessenem Konsum unseren Planeten weniger belasten.

Doch wie sieht es mit unserem Job aus?

Wie klimaneutral ist unser Unternehmen? Klar, wir trennen vor Ort Papier von sonstigem Müll und machen als letzte Person im Sender das Licht aus, sobald wir nach Hause fahren. Wir dachten uns aber: Da geht noch mehr! Nach ein bisschen Recherche war dann auch klar: Jup, da geht noch einiges mehr...

Eine gemeinwohlorientierte Zukunft

Wir haben eine kleine Arbeitsgruppe gegründet, die sich voll und ganz der Gemeinwohl-Bilanz des Senders widmen sollte. Dabei geht es nicht nur um ökologische Aspekte wie eben das Licht auszumachen, sondern um einiges mehr: Welchen Strom beziehen wir überhaupt? Welche sozialen Aspekte des Gemeinwohls müssen wir an unseren internen Strukturen verbessern? Wie bekämpfen wir aktiv Rassismus und Ableismus und wie tragen wir zur Chancengleichheit und Gleichberechtigung bei? Wo liegt unser Geld? Mit welchen Geschäftspartner*innen wollen wir zusammenarbeiten? Wie können Mitarbeiter*innen umweltfreundlich zur Arbeit kommen?
Fragen, Fragen, Fragen, Fragen - und es geht immer weiter. Denn sobald wir Licht in unser Dunkel gebracht haben, müssen wir auch unsere Lieferketten unter die Lupe nehmen. Ein Handbuch der Gemeinwohlökonomie hilft dabei. 

Was ist Gemeinwohlökonomie?

Die dahinterstehende Bewegung ist 2010 entstanden, nachdem der Autor Christian Felber mit seinem Buch Gemeinwohlökonomie große Aufmerksamkeit erzeugte.

Die Gemeinwohl-Bilanz überträgt Grundwerte der Gesellschaft in den Unternehmensalltag.

Das Konzept sieht vor, dass sich Akteur*innen ökologischen und ethischen Bewertungskriterien unterziehen und dann eine sogenannte Gemeinwohl-Bilanz erstellen. Das Engagement betrifft Lieferketten, Eigentümer*innen, Mitarbeiter*innen, Kund*innen und das gesamte gesellschaftliche Umfeld. Als Bewertungsmaßstäbe gelten die Einhaltung der Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung. 

Wir von egoFM verstehen die Gemeinwohlökonomie als dauerhaften Prozess. Entsprechend wird sich der gegründete Arbeitskreis interessierter Mitarbeiter*innen weiterhin damit befassen und die Möglichkeiten und Chancen ausloten, um das Unternehmen im Sinne eines gemeinwohlorientierten Akteurs immer weiter zu optimieren.

Denn unser Ziel ist klar: Wir wollen einer der ersten Bio-Radiosender werden, die es überhaupt gibt. 


Auf dieser Reise nehmen wir unsere Hörer*innen mit

All unsere Fragen zur Gemeinwohlökonomie werden wir mit entsprechenden Interview-Partner*innen vorstellen und beleuchten. Unter dem Tag #GemeinwohlÖkonomie kannst du uns dabei begleiten und unsere Entwicklungen und die konkreten Umsetzungen verfolgen. Wir starten ab dem 17. April mit unserer Berichterstattung on air und online.



Der erste Schritt ist getan: Wir sind klimaneutral!

Wir haben gemeinsam mit der Firma Zukunftswerk eine CO₂-Bilanz für das Unternehmen erstellt, um den ökologischen Fußabdruck in Tonnen CO₂ zu messen, den wir hinterlassen, wenn wir ein Jahr Betrieb haben. 

Insgesamt haben wir in 2020 etwas mehr als 40 Tonnen CO₂ produziert. Wobei wir in diesem Jahr schon sehr an der Verringerung unserem CO₂-Ausstoß gearbeitet haben, angesichts unserer konsequenten Home Office-Regelung. Außerdem gab es so gut wie keine Dienstreisen (immerhin auch keine Festivals, zu denen wir hätten reisen können). Diese verbleibenden 40 Tonnen können und werden wir in Zukunft trotzdem noch weiter verringern. 

Um wirklich CO₂-neutral zu sein, kompensieren wir diese 40 Tonnen CO₂.

Außer diversen Maßnahmen zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes gehört der Ausgleich der verbleibenden Emission zu den wichtigsten Maßnahmen beim Klimaschutz. Dafür haben wir folgendes Projekt ausgewählt: Spouts of Water. Das Klimaschutzprojekt sichert den Zugang zur Wasserversorgung in Uganda und engagiert sich vor Ort und unabhängig von der lokalen Regierung. In vier Camps für Geflüchtete, 120 Schulen und 40 Gesundheitszentren wird mittels Installation von Filteranlagen sauberes Trinkwasser gesichert. Das Projekt wurde von Gold Standard verifiziert und zahlt außerdem auf die SDGs ein (Sustainable Development Goals der UN) ein.

Im Jahr 2020 haben wir schon die Weichen auf eine langfristige Verringerung des CO₂-Ausstoßes gestellt.

Durch eine konsequente Homeoffice-Regelungen für alle Mitarbeiter*innen und eingeschränkte Dienstreisen auch über das Ende der Corona Pandemie hinaus und durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter haben wir bereits relevante To Dos abgearbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr werden so etwa 41 Tonnen CO₂ vermieden.
"Wir wollten es offizielle und transparent machen und deshalb den von der UN vorgeschlagenen Weg zur CO₂-Neutralität gehen", sagt unser Geschäftsführer Christian Strohmeier. "Darum ist es wichtig, vom Zukunftswerk eine Bestätigung nach dem Standard UNFCCC  CDM zu erhalten. Natürlich ist es unser Ziel, die verbleibenden CO₂- Immissionen in Zukunft immer noch weiter zu verringern. Dabei wollen wir nicht nur unsere Mitarbeiter*innen, sondern auch die Geschäftspartner*innen und Kund*innen einbinden und hoffen auch auf die Ideen unserer Hörer*innen."
 

Du kannst nun also all deinen Freund*innen erzählen, dass du auf deinen eigenen nachhaltigen Konsum auch in Bezug auf Radio achtest!


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