Rainbow Refugees Stories

Rainbow Refugees Stories

LGBTI-Flüchtlinge bekommen eine Stimme

Das Rainbow Refugee Magazin erzählt von 23 verschiedenen Schicksalen Geflüchteter aus der LGBTI-Community.

Das Projekt Rainbow Refugees Stories ist ein ehrenamtliches Kunstprojekt, das vom Fotografen Francesco Giordano ins Leben gerufen wurde. Am 13. April findet der Launch des dazugehörigen Magazins im Mucca des Kreativquartieres statt.

Zunächst hatte Francesco Giordano nur Portraits von LGBTI-Geflüchteten für das Rainbow Refugees Café gemacht. Es stellte sich aber schnell heraus, dass hinter jedem Flüchtling eine Geschichte steckt, die erzählt werden will. Die Idee entwickelte einen enormen Sog und so holte sich Giordano Unterstützung von 23 Fotograf*innen und 21 Journalist*innen, um das Projekt größer aufziehen zu können.

Den Aufwand rechtfertigt der Zweck

Das Ziel der Kampagne ist darauf aufmerksam zu machen, dass auch Homophobie und die daraus resultierende Diskriminierung Fluchtursachen sind und dass wir in Europa dieses Problem noch nicht ausreichend anerkennen.
Betroffene treffen gleich auf mehrere Hürden, die es zu überwinden gilt: Einerseits der Situation im Heimatland zu entkommen, andererseits das Leben zwischen den Welten zu bewältigen.

Ein wichtiger Fokus des Projekts liegt auf den Herausforderungen und Vorurteilen, mit denen Geflüchtete in Deutschland konfrontiert werden. Die Ankunft wird ihnen nicht leicht gemacht, von der deutschen Bürokratie, über die frustrierende Wohnungssuche, bis hin zu den Homophobien in den Unterkünften.

Francesco Giordano ist davon überzeugt, mit diesem Projekt etwas Wertvolles geschaffen zu haben.

"Wir haben gemeinsam etwas geschaffen, was Sinn stiftet und Mittel zum Ausdruck ist für Menschen, die sich bei uns ansonsten nicht ausdrücken können. Und aus Bekanntschaften sind mittlerweile in vielen Fällen Freundschaften geworden, nicht nur zu den Geflüchteten, sondern auch zu den Journalisten. Aus so einem Projekt habe ich viel mitgenommen. Insbesondere, dass man zusammen viel mehr erreicht als allein."
Neben den Geschichten der Rainbow Refugee Protagonisten beleuchtet das Magazin auch die Situation in den Herkunftsländern und leitet durch Hintergrundinformationen dazu an, den gesellschaftspolitischen Kontext besser herstellen zu können.

Design ❤ Agentur zwetschke